Moderne Feuerwehrfahrzeuge sind mit zahlreichen elektrischen Geräten und Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet. Da die Fahrzeuge und ihre Einsatzgeräte während der Standzeiten häufig an Ladeleitungen angeschlossen sind, bestehen auch innerhalb der Feuerwehrhäuser Brandrisiken. Um sowohl die Fahrzeughalle als auch die Einsatzfahrzeuge zu überwachen, wurde bei der Feuerwehr Rietz ein Brandmeldesystem von Labor Strauss installiert.
Während in der Feuerwehrhalle verkabelte Brandmelder zum Einsatz kommen, werden die Innenräume von insgesamt fünf Einsatzfahrzeugen mittels Funkmeldern überwacht. Auf eine aufwändige Kabelverlegung innerhalb der Fahrzeuge konnte dadurch verzichtet werden. Gleichzeitig wurde eine Lösung umgesetzt, die den Einsatzbetrieb der Feuerwehr berücksichtigt.
Sobald die Ladeleitung eines Einsatzfahrzeugs abgezogen wird, erkennt dies die Brandmelderzentrale und deaktiviert den entsprechenden Funkmelder. Dadurch werden Fehl- oder Störmeldungen beim Verlassen der Fahrzeughalle verhindert. Kehrt das Fahrzeug zurück und wird wieder an die Stromversorgung angeschlossen, wird der Melder automatisch aktiviert.
„Eine besondere Herausforderung war die Anbindung der Melder im Fahrzeug-Innenraum, da eine Kabelverlegung in den Feuerwehrfahrzeugen sehr aufwändig wäre. Das konnten wir jedoch mit einer Funkvariante lösen“, erklärt Benjamin Schöpf, Projektleiter bei Labor Strauss.

